47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie in Leipzig

47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie in Leipzig

Wir heilen Herzen – Mit dieser Nachricht lud die Deutsche Gesellschaft für Thorax- Herz- und Gefäßchirurgie zur 47. Jahrestagung in das Congress Center in Leipzig. Wie immer bot die DGTHG ein sehr umfangreiches und spannendes Programm zu den aktuellsten Themen und Daten im Bereich der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie und bot Einblicke in die neueste herzmedizinische Diagnostik, Methoden, Verfahren und Innovationen. Zeitgleich fand die 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie statt (DGPK).

Die Veranstaltung bewies einmal mehr die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Fachgesellschaften und deren beispielhaften berufsgruppenübergreifenden und interdisziplinären Austausch.

Gemeinsame Themen waren Erkrankungen der Aorta, der Trachea und die Herzinsuffizienz. Das Schwerpunktthema Grenzfälle der Herzmedizin beleuchtete Fälle in denen ethische Aspekte eine Rolle spielen. Ebenso wurde  zur Diskussion gestellt, inwieweit – angesichts des zunehmenden Alters der Herzpatienten – bestimmte Patientengruppen nur mehr bedingt von invasiven Therapien profitieren.

Die DGTHG würdigte mit verschiedenen Preisen besondere Leistungen von Ärzten und Wissenschaftlern. Insbesondere im Bereich der Forschung und Entwicklung wurden zahlreiche Arbeiten honoriert.

So ging zum Beispiel der St.-Jude-Medical-Preis für besondere Forschungsleistungen der Herzmedizin an Rafal Gryszkiewicz von der Klinik für Thorax-, Herz und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Tübingen.

In seiner Arbeit „Kathetergestützter Trikuspidalklappenersatz mit einer innovativen klappentragenden Stent-Prothese“ konnte im Tiermodell am Schaf die Effektivität als auch die Machbarkeit der neuen Transkatheter-Trikuspidalklappen-Implantation (TTVI) mit einer klappentragenden Gefäßprothese demonstriert werden. Aufgrund der positiven und reproduzierbaren Erfahrungen werden die Ergebnisse als optimistisch angesehen, in naher Zukunft eine kathetergestützte Behandlungsmöglichkeit bei Hochrisikopatienten klinisch etablieren zu können, denn die konventionelle Herzklappenoperation bei einer schweren Trikuspidalklappeninsuffizienz ist mit einer hohen Krankenhaussterblichkeit verbunden.

Die 48. Jahrestagung wird vom 16. bis 19.02.2019 in Wiesbaden stattfinden.