Begeistert von Stadt und Seenland – Dr. Thomas Wille ist als Unternehmensberater zurück in Senftenberg

Senftenberg: Das spricht für Senftenberg und die Lausitz: Dr. Thomas Wille hatte seine Heimatstadt vor mehr als drei Jahrzehnten als Leistungssportler verlassen und ist nun als erfolgreicher Unternehmensberater zurückgekehrt.

Willkommen in Senftenberg! Wirtschaftsförderer Frank Neubert (l.) überreicht Unternehmensberater Dr. Thomas Wille den limitierten Senftenberger 3-Meter-Zollstock als Begrüßungsgeschenk. Foto: Stadt

Der Diplomkaufmann Dr. Thomas Wille ist in Senftenberg schnell fündig geworden. Er wird in dem neuen Wohn- und Geschäftshaus in der Schlossstraße, ein Lückenschluss, seine Geschäftsadresse haben. Der geliebte See ist nicht weit. Das ganze Paket Senftenberg, so wie es heute geschnürt ist, sowie auch die verwandtschaftlichen Beziehungen haben ihn und seine ebenfalls von hier stammende Frau Karola dazu bewogen, in die Heimat zurückzukehren. „Wir sind begeistert von der Entwicklung der Stadt und der Region“, sagt der 54-Jährige. Im Lausitzer Seenland herrsche eine Aufbruchstimmung, die er als Berater kleiner und mittelständischer Firmen befördern möchte.

Die Projekte seiner Unternehmensberatung ArgosConsult wickelt der promovierte Diplomsportlehrer der DHfK Leipzig und diplomierte Betriebswirt wohnortunabhängig in Berlin, Mannheim und Dresden ab. Auch dieser Fakt habe die Entscheidung für Senftenberg und die Lausitz, die durch Landschaft, Freizeit und Versorgung eine „exzellente Lebensqualität“ bieten, erleichtert. Senftenberg hat damit gegen die vorherige Arbeitsgegend Karlsruhe gewonnen.

Dr. Thomas Wille möchte mit seinem Noch-1-Mann-Unternehmen viel bewegen. „Wir sind ein Beratungsunternehmen für die Markterfolgsplanung und -steuerung. Wir bieten keine Finanzierung an und sind auch keine Heuschrecke“, unterstreicht er den festen Willen, den vorhandenen Mittelstand hier zu unterstützen und Firmengründer zum Erfolg zu führen.

Gründer werden begleitet

In den zurückliegenden Monaten habe er das Feld sondiert und viele gute Gespräche geführt, unter anderem mit Professoren der Hochschule Lausitz (FH) in Senftenberg. Dr. Thomas Wille möchte Gründungswillige aus der Hochschule heraus begleiten. Potenzial sieht er zum Beispiel im Bereich Medizintechnik. Dabei übernehme er nicht den Lotsendienst, also das Organisatorische, sondern sorge für die Marktsicht im weitesten Sinne. „Es gibt erheblichen Bedarf“, hat der Senftenberger bereits ausgemacht. Aufgrund seiner praktischen Erfahrungen ist er überzeugt, aus Studenten erfolgreiche Unternehmer formen zu können. „Wenn ich das Potenzial hier nicht sehen würde, dann wäre ich nicht hier“, sagt er.

Dr. Thomas Wille ist Mitte der 70er-Jahre als Leistungssportler im Fechten zur Kinder- und Jugendsportschule Dresden delegiert worden und hat dort auch bis zur Wende gelebt. Dem Studium und der Promotion an der Universität Leipzig folgte ein weiteres Studium an der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr. Es schlossen sich Lehraufträge eben dort sowie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe an – und demnächst an der Hochschule Lausitz, sagt er.

Zum Top-Berater gekürt

Von 2009 bis 2012 war der Unternehmensberater an dem Forschungsprojekt „Dienstleistungsmanagement für kleine und mittlere Unternehmen“ in dem genannten Bundesland beteiligt.

Seine bisherige Beratertätigkeit ist ganz aktuell auch gewürdigt worden. Die 1993 gegründete compamedia GmbH, die solche bundesweiten Unternehmensvergleiche wie „Top 100“ und „Top Job“ organisiert, hat auch die „Top Consultant“ dieses Jahres gesucht. Das sind die besten Berater für den Mittelstand. Zu den Ausgezeichneten gehört ArgosConsult aus Senftenberg. Die entsprechende Urkunde präsentierte druckfrisch Dr. Thomas Wille dieser Tage bei der kleinen Neugewerbe-Willkommensrunde bei Senftenbergs Wirtschaftsförderer Frank Neubert. Dessen Ressort habe in diesem Jahr bereits zehn Ansiedlungen allein in der Innenstadt begleitet. Dazu gehören ein Babyausstatter, ein Kindermodengeschäft, das Café Kreuztor, ein Softwareentwickler und demnächst eine Baguetterie.

Manfred Feller

Artikel der Lausitzer Rundschau: zum PDF